/  1.4.2016  -  31.3.2019

REstable

Verbesserung von regenerativ-basierten Systemdienstleistungen durch bessere Zusammenarbeit der europäischen Regelzonen | Improvement of Renewables-based System Services Through Better Interaction of European Control Zones

Projektpartner
ARMINES MINES-ParisTech, Artelys, ENERCON, Fraunhofer IWES, HESPUL, HydroNEXT, INESC, TEC, Maïa Eolis, SolarWorld
Förderer

BMWi

Laufzeit 01.04.2016 - 31.03.2019
Bearbeiter Andreas Liebelt, Manuel Wickert, Dominik Jost, Malte Jansen

 

Das deutsch-französisch-portugiesische Projekt REstable dient der Verbesserung von regenerativ-basierten Stromnetznetz-Systemdienstleistungen durch bessere Zusammenarbeit der europäischen Regelzonen. Ziel ist die Sicherung der Netzstabilität im europäischen Stromnetzverbund bei einem Ausbau der schwankenden Stromerzeugung mit erneuerbarer Energien. Vor dem Hintergrund eines europäischen 100%-Erneuerbare-Energien-Szenarios wird die Übertragbarkeit auf das gesamte europäische entso-e-Verbundnetz untersucht, um daraus Meilensteine für die Umstellung der europäischen Energieversorgung auf erneuerbare Energien abzuleiten.

Im Projekt REstable werden Methoden und Konzepte zur Bereitstellung von Regelleistung durch erneuerbare Energien (EE) im europäischen Kontext entwickelt und in einem Feldversuch erprobt. Auf Basis repräsentativer Szenarien und Use-Cases wird ein virtuelles Kraftwerk (VK) konzipiert und realisiert, das viele dezentrale EE-Anlagen steuern kann und den automatischen Abruf von Primärregelleistung bei Frequenzschwankungen als europaweite Systemdienstleistung sowie den Abruf von Sekundäregelleistung und Minutenreserve in einzelnen Regelzonen für Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) unterstützt. Dabei sind die Erfüllung der Verfügbarkeitsanforderungen der ÜNB und die kosteneffiziente Verteilung der abgerufenen Regelleistung auf die angebundenen Anlagen wichtige Anforderungen. Ein VK-Prototyp wird abschließend bei einer europaweiten Demonstration evaluiert. Ökonomische Auswirkungen neuer Akteure an europäischen Regelleistungsmärkten werden in Simulationen untersucht, um Vorschläge für neue Marktmechanismen und Vermarktungsstrategien zu erarbeiten.

 

Eine große Herausforderung besteht in der Entwicklung von Lösungen, die mittels geeigneter Kommunikationsstrukturen und Interfaces in der Lage sind, den grenzübergreifenden Betrieb eines Pools von erneuerbaren Erzeugern zu ermöglichen. Zu diesem Zweck werden die zur Kommunikation mit den europäischen ÜNB, als auch zu Anlagenbetreibern benötigten Schnittstellen und Protokolle realisiert und Verfahren zur Optimierung und Vorhersage der Kapazitäten einzelner Anlagen weiterentwickelt.

Hierbei müssen nicht nur verschiedene technologische Standards, sondern auch national unterschiedliche Regularien berücksichtigt werden. Weitere wichtige Herausforderungen ergeben sich aus der Notwendigkeit, nicht nur die technische Eignung der entwickelten Lösungen für den europäischen Regelenergiemarkt durch entsprechende Feldversuche nachzuweisen, sondern auch optimierte Geschäftsmodelle für zukünftige Akteure zu entwickeln.

Zur Verifikation der Projektergebnisse, insbesondere des Nachweises, dass auf europäischer Ebene verschiedene Erzeuger von erneuerbaren Energien zu einem Verbund zusammengeschaltet und den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) die benötigte Regelleistung zum Erhalt der Netzstabilität zur Verfügung gestellt werden kann, soll ein virtuelles Kraftwerk zu Demonstrationszwecken aufgebaut werden. Dieses VK wird durch die Weiterentwicklung der existierenden virtuellen Kraftwerksplattform des Fraunhofer IWES realisiert und im Rahmen der Feldtests verwendet.